Es ist so weit, kurz nach dem Beginn des neuen Jahres fiel auch bei uns Schnee, und nicht wenig. Bei Temperaturen um -8 Grad konnte man ja voraussehen, dass es früher oder später passieren würde. Meine Hoffnung auf so wenig Schnee wie möglich hat sich dieses (bzw. letztes) Jahr eh lange gehalten.

Doch was tut man nun, wenn man in keinem großen Stall mit warmen Stüberl und einer Reithalle steht?
Man kann leider nicht besonders viel machen, wir zumindest nicht. Unser Reitplatz ist zurzeit vollkommen gefroren und selbst mit Schnee bedeckt ist er kaum nutzbar. Natürlich kann man ein wenig Schritt- oder Bodenarbeit machen, aber wirkliches Training ist nicht möglich.Nun bleibt mir nur, zu hoffen, dass es bald wieder wärmer wird.

Reitstall Pferd Reiten

Dreamer ist ja schon vor ein paar Wochen in Winterpause gegangen und mit ihm habe ich daher nun kein Problem. Er darf vermutlich die nächste Zeit wirklich komplett pausieren, da es einfach nicht anders möglich ist.
Natürlich könnten wir zum Training in eine Halle fahren, bei Schnee traue ich mich das aber ehrlichgesagt nicht. Das Fahren mit Hänger macht mir generell nicht zu viel aus, ein gutes Gefühl habe ich mit zwei Pferden dann aber auch wieder nicht und vermeide es so gut wie möglich.
Schließich ist man nicht immer selbst an Unfällen schuld und ich wüsste nicht, ob ich in einer gefährlichen Situation genauso gut handeln könnte wie zum Beispiel mein Vater, der ja doch schon viel mehr Erfahrung hat und zudem mehr Ruhe mitbringt – Auswärtstraining ist vorerst also nicht geplant.

Pferd Reiten Reitsport
Sollte ich es gar nicht mehr ohne Training aushalten, könnte ich allerdings gegen Bezahlung in einem Stall ganz in unserer Nähe die Anlage nutzen, zu welchem wir zu Pferd nur etwa 25-30 Minuten brauchen.
Diese Anlage ist in Aubenhausen und gehört der bekannten und erfolgreichen Dressurreiterin Jessica Bredow-Werndl. Der Stall ist einfach atemberaubend schön, mit einigen Außenplätzen, einer Galoppbahn, einem kleinen eigenen Ausreitgelände und zwei Hallen hat man fantastische Trainingsmöglichkeiten.
Wir dürfen die kleine Halle benutzen, sobald Jessica auf Turnieren ist kann man jedoch sogar in der großen Halle trainieren. Da ich monatlich pro Pferd 120€ zahle (was absolut in Ordnung ist!) buche ich die Anlage zur Nutzung nur, wenn es bei uns wirklich nicht mehr geht. Der Zeitaufwand ist auch immer groß, wenn man nicht mit dem Hänger fahren möchte, sondern zu dem Stall reitet.
Allein hin und zurück muss man mindestens eine Stunde einplanen, mit dem normalen Training kommt man also auf etwa 1,5 – 2 Stunden.
Die Reitdauer ist für Bulgari zu lange, aufgrund seiner schlecht ausgeprägten Muskulatur kann man ihm so etwas noch nicht zumuten.
Es ist also Pause angesagt und um ehrlich zu sein bin ich im Moment sogar froh darüber, weil mir bei dem Wetter (ohne Halle) auch die Motivation fehlt.

Mit Amadeus ist Schlittenfahren geplant, weil es immer wahnsinnig Spaß mit ihm macht und es glaube ich fast nichts lustigeres gibt! Eingefahren habe ich ihn selbst, was ich zwar niemals bei einem anderen Pferd machen würde, aber Amadeus kenne ich, seit ich klein bin. Bei ihm habe ich mir da nie Gedanken gemacht – weil wir aber ausser Training sind und nur im Winter Schlittenfahren können (eine Kutsche haben wir nicht) machen wir es nun aber immer so, dass einer Amadeus führt und einer (oder mehrere) auf Schlitten sitzen und gezogen werden. Zwar muss man sich immer abwechseln, aber Sicherheit geht nun mal vor und auf einem Schlitten hat man im Zweifelsfall überhaupt keine Kontrolle über das Pferd.
Da er immer noch etwas lahm geht, habe ich ansonsten eh keine Pläne mit ihm.

Für uns ist also nichts tun angesagt und ich denke, manchmal schadet das auch nicht.