Was in der letzten Zeit geschehen ist

19

August, 2018

Was war bei uns los? Hauptsächlich durch mein Abitur habe ich eine Pause vom bloggen und Videos drehen eingelegt, die sich dann etwas in die Länge gezogen hat. Die Pause hat mir gut getan, denn für mich hat sich natürlich nach dem Schulabschluss nun auch einiges geändert. Was mit den Pferden und allgemein in den letzten Monaten war, möchte ich euch in diesem Blogbeitrag erzählen.

Im März ist unsere Hündin Laika verstorben, welche uns viele Jahre lang ein treuer Begleiter war. Wir haben sie aus dem Tierheim geholt und all die Jahre war sie für uns alle ein Familienmitglied. Für mich war das eine schlimme Zeit, denn obwohl es nicht unerwartet kam, hat es mir das Herz gebrochen und plötzlich fühlte sich alles so leer an. Es war eine schreckliche Zeit und die Leere hielt an. Jedes Mal wenn ich nach Hause kam, öffnete ich vorsichtig die Türe, weil normalerweise immer Laika dahinter lag und man sie sonst verletzt hätte wenn sie zu langsam aufsteht. Bis ich dann täglich wieder und wieder gemerkt habe, dass sie ja gar nicht mehr da ist und jedes Mal hätte weinen können. Die Angst, abends im Dunkeln alleine zum Stall zu gehen – ohne Hund, der mich bewacht. Selbst wenn sie oft nur oben am Haus wartete wusste ich immer, dass sie auf mich Acht gab und mich jederzeit beschützt hätte. Plötzlich machte Spazieren gehen keinen Sinn mehr, so ohne Hund.
Auch von den Pferden habe ich mich ein wenig entfernt in dieser Zeit.

Schließlich kamen dann meine Kaninchen und konnten mir in meinem Leben wieder so viel Freude und Glück geben – mehr, als meine Pferde es in der Zeit konnten. Vielleicht, weil Laika so oft bei den Pferden dabei gewesen ist und einfach dazu gehörte. Ich weiß es nicht.

Nachdem ich meine zwei ersten Kaninchen hatte, bestand ich mein Abitur – aufgrund einiger Schwierigkeiten bei den Prüfungen relativ unerwartet, aber ich war überglücklich und plötzlich begann dann wieder ein neues Kapitel in meinem Leben. Erstmal nahm ich mir einige Wochen frei, bis mein neuer Nebenjob begann. Ich arbeite nun zwei bis drei Tage in einer Firma und die restliche Zeit mit den Pferden.

Meinen ersten Reitkurs habe ich bereits gegeben, genauer genommen sogar zwei. Einmal an einem externen Stall, einmal bei uns. Beide Kurse verliefen super und haben viel Spaß gemacht! Zusätzlich kamen neue Reitschüler und Berittpferde dazu, sowie meine Reitbeteiligung, zu der bald noch ein extra Beitrag kommen wird.
Sie ist mir eine große Unterstützung und mittlerweile möchte ich sie mir gar nicht mehr weg denken.

Meine ersten beiden Turniere verliefen nicht besonders gut, waren aber in Ordnung. Dreamer ging dann für etwa zwei Wochen etwas seltsam, weshalb wir derzeit keine Turniere mehr geritten sind. Die nächsten beiden sind für September geplant, bis dahin möchte ich bei uns zuhause wieder intensiver das Springen trainieren.
Auch zu unserer Trainerin (Dressur) fahren wir demnächst wieder, hoffentlich dann regelmäßig worauf ich mich sehr freue!

Amadeus geht leider seit einigen Monaten lahm, weshalb wir nun eine mobile Weidehütte gekauft und bei uns aufgestellt haben. Nachdem er eingezogen ist werden wir beobachten, wie er sich macht und müssen sonst jemanden zum Röntgen holen oder ihn in die Klinik fahren. Es tut mir so Leid für ihn und für uns, denn wir hatten so viel Spaß dabei, quer durch die Wälder zu wandern, schöne neue Orte zu entdecken. Es hat mehr Spaß gemacht, als das Reiten selbst und ich hoffe, er wird wieder gesund!

Abgesehen davon wird bei uns am Stall ab September ein Platz frei, was die Möglichkeit für ein Berittpferd bei uns vor Ort bietet. Für nächsten Frühling habe ich schon eine Anfrage.

Schließlich kamen bei mir weitere vier Kaninchen, deutsche Riesen, dazu und mein Vater baute einen großen Hasenstall hinter unserem Haus. Es ist viel Arbeit, aber erfüllt mich Tag für Tag. Die Momente, in denen mich die Trauer einholt und in denen ich fast vor einem Zusammenbruch stehe, werden weniger – auch, wenn ich nach wie vor traurig bin und unseren Hund vermisse.
Ein neuer Hund wird die nächsten Jahre nicht anstehen.

Bulgari habe ich viel vom Boden aus trainiert und er wird langsam ein richtig tolles Pferd. Die Zeit, die er bekommen hat, war perfekt für ihn. Während andere schon mit jüngeren Pferden viel mehr trainieren, hatte er bis jetzt eine sehr entspannte Zeit. Dennoch wurde er gut vom Boden aus trainiert, wieder langsam an das Aufsteigen gewöhnt und er kann nun bald schon alle Seitengänge! Das Schulterherein macht er super souverän, sogar im Trab wird es schon besser. Ausserdem arbeiten wir am Renvers und Travers, Kurzkehrt sowie den Ansätzen der Traversale – wovor aber natürlich das Schenkelweichen kommt und noch verfeinert werden muss. Die Übergänge macht er immer besser und entwickelt mehr Kraft. Mein Ziel für dieses Jahr? Die Basics müssen vor dem Winter „perfekt“ sitzen, damit wir nächstes Jahr nicht wieder alles neu aufarbeiten müssen, sondern nur noch muskulär aufbauen müssen und dann loslegen können.

Das war ein grober Überblick darüber, was in meiner Pause alles geschehen ist. Vielleicht habe ich etwas vergessen, doch es kommen noch Beiträge über einzelne Themen!

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1 Kommentar

  1. Eva

    Super cool, dass Du wieder mehr bloggst 🙂 Ich drück Dir die Daumen, dass Alles so weiter läuft wie du es Dir wünschst 🙂

    GLG Eva
    http://www.chevassion.com

    Antworten

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