Seit nun ungefähr 6 Jahren haben wir unseren eigenen kleinen Stall. Gebaut gebaut haben wir ihn auf einem Grundstück direkt hinter unserem Haus, das bedeutet, wir haben nur etwa 50 Meter zu gehen.
Heute stelle ich euch den Stall in einem Video vor, während ich ein wenig dazu erzähle. Zusätzlich möchte ich hier noch ein wenig schreiben.
Seit wir unsere ersten beiden Pferde hatten mussten wir immer wieder den Stall wechseln. Andauernd gab es Probleme – sei es mit den Stallbesitzern, mit den anderen Pferdebesitzern oder mit dem Stall selbst. Sehr häufig gab es schlechtes und schimmeliges Heu, Mistmatratzen, zu große Herden in denen zum Beispiel zu wenig Tränken waren und das ranghohe Pferd alles blockierte – wodurch wir teilweise im Sommer alle paar Stunden zum Stall fahren mussten, um unseren durstigen Pferden Wasser geben zu können.
Auch kam es schon dazu, dass wir im Winter Heu in unserer Sattelkammer verstecken mussten, weil die Stallbesitzer es nicht fertig gebracht haben, regelmäßig etwas zu bringen und es dann oft tagelang kein Futter gab und es auch unter den Pferdebesitzern leider wenig Einsicht und Hilfsbereitschaft gab.
Ich könnte euch die schlimmsten und skurrilsten Geschichten erzählen…  wir haben wirklich schon alles mögliche erlebt.
Damit sollte nach jahrelangen Kämpfen und Suchen nach dem optimalen Stall Ende sein, als wir endlich unseren eigenen Traum verwirklicht haben. Klar war, dass die Arbeit um ein Vielfaches mehr werden würde, man sich den Bedürfnissen der Pferde aber auch besser anpassen und ihnen gerecht werden kann.

Also entstand auf etwa einem Hektar Grund ein kleiner Offenstall mit drei abgeteilten Bereichen, in dem nun fünf Pferde stehen. Der erste und größte Bereich gehört den Tinkern und ‚unserem‘ Pony Ginger, es gibt einen kleinen Innenbereich, einen Paddock (betoniert und Sand) sowie natürlich überall Koppeln, die wenn möglich 24 h rund um die Uhr offen sind. Nur bei schlechtem Wetter, also starkem Regen oder ähnliches, machen wir die Koppeln zu. Meist gibt es dann aber noch einen kleinen Bereich am Eingang der Koppel, welche wir als Matschkoppel nutzen können.

Wieso ein Offenstall? Die Gründe hierfür dürften wohl auf der Hand liegen – es ist schlicht und einfach pferdegerecht. Ich bin kein Fan von Boxenhaltung, auch wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass manche Pferde ihre Boxen scheinbar lieber haben und sobald Freilaufmöglichkeiten vorhanden sind diese selten nutzen.  Das dürfte zum einen aber wirklich selten zu finden sein und oftmals auch aus der Gewohnheit resultieren.
Die Vorteile einer Box sind für den Reiter ganz klar – das Pferd ist sauber, man muss nicht auf die Koppel rennen um es zu holen, man hat weniger Probleme mit den Decken, kann das Pferd scheren,…. mehr brauche ich glaube ich gar nicht aufzählen. Für den Reiter bietet eine Box unglaublich viele Vorteile – doch für das Pferd?
Was das betrifft fallen mir auf den ersten Blick keine positiven Aspekte ein…

Also haben wir einen Offenstall gebaut, in dem Dreamer zwar abgetrennt von den anderen steht, aber genauso seinen Paddock und seine Koppel hat.