Gestern Abend saß ich am Laptop und habe mir überlegt, wann bei uns in der Umgebung wieder Turniere beginnen. Also habe ich nachgesehen und war innerlich schon wirklich aufgeregt, als ich sämtliche Suchkriterien eingegeben habe.
Nachdem Dreamer nun eine lange Pause hatte und ich mindestens einen Monat zum langsamen Aufbautraining einplanen muss, steht eine Menge Training an.

Kurzerhand entschloss ich mich, für den 02.04. unsere erste Prüfung im Jahr 2017 zu nennen!
Nachdem ich genannt hatte, war mein Bauch ganz kribbelig, ich war nervös und freute mich gleichzeitig unglaublich. Ich fühlte mich, als wäre bald Weihnachten – kennt ihr dieses schöne Gefühl der Vorfreude?
Leichte Bauchschmerzen bereitete mir diese Entscheidung jedoch gleichermaßen auch, da das letzte Jahr sehr schwankend und nicht immer gut verlief.
Würde Dreamer springen? Hat er einen schlechten Tag? Vergesse ich den Parcours? Was passiert am Abreiteplatz? Werden wir das schaffen?

Fragen über Fragen häufen sich in meinem Kopf an und überdecken die Freude auf das Ereignis langsam. Mehr als alles in der Welt möchte ich Turniere reiten, es geht mir dabei nicht um den Erfolg, nicht um die Schleifen – es geht um das Gefühl. Manchmal erscheinen Prüfungen, sei es nun in der Schule, im Beruf oder wie hier in meinem Sport, als unmöglich und nach vielen gescheiterten Versuchen schleicht sich eine gewisse Grundangst und Unsicherheit ein.
Genau so ist es auch bei mir.
Zwar kann ich nicht sagen, dass wir letztes Jahr keine Erfolge hatten – zwei zweite Plätze, ein erster Platz, einige Platzierungen. Nein, schlecht waren wir nicht. Trotz allem konnte ich mein Pferd nie einschätzen und es gab sehr viele Tiefpunkte.
Je mehr ich über mein erstes Turnier in diesem Jahr nachdenke, desto mehr Angst bekomme ich davor. Doch ich hoffe, dass es zu Beginn der neuen Saison normal ist, aufgeregt zu sein.
Egal ob es ein guter oder schlechter Tag wird – es wird ein Tag, den ich gemeinsam mit meinem Pferd erlebe und an dem wir gemeinsam durch eine Prüfung gehen – egal wie sie verlaufen wird, weiß ich, Dreamer wird immer für mich kämpfen.