Vergangenes Wochenende hatte ich endlich meinen ersten Springlehrgang!
Am ersten Tag hatte ich Bulgari und Dreamer mit dabei, am zweiten Tag nur Dreamer.
Ich war wahnsinnig gespannt, denn meine Ansichten und Methoden sind teils sehr anders als üblich und daher habe ich mir natürlich viele Gedanken gemacht (wohl einer meiner größten Fehler, ich mache mir über alles tausend Gedanken) und habe mich gefragt, wie der Trainer auf uns reagieren würde.
Tatsächlich war ich positiv überrascht – abgesehen von seiner ruhigen, gelassenen Art zu unterrichten und mit Pferd und Reiter umzugehen, hat er weder mein fehlendes Reithalfter, noch das Dehnen lassen meines Pferdes kritisiert.

Natürlich gab es Unterschiede, welche sich jedoch nur im Trab deutlich zeigten.
Ich sollte komplett gerade aufstehen im Leichttraben, wir hingehen sind jedoch der Ansicht, dass der Oberkörper zur Unterstützung der Vorwärtsbewegung leicht nach vorne geneigt werden darf – angepasst an das Pferd natürlich. Darüber werde ich bald einen extra Beitrag schreiben.
Außerdem mussten wir natürlich auf dem richtigen Fuß leichttraben, gerade bei dem jungen Bulgari und Dreamer, welcher voller Blockaden und Vorbelastungen ist, wäre es aber sinnvoll, gelegentlich auf den falschen Fuß umzusitzen.
In meinem letzten Blogbeitrag könnt ihr die Gründe dafür nachlesen!
Der letzte Unterschied war die Handführung – genau wie die FN es vorgibt, sollten die Hände mit einer Faust breit dazwischen getragen werden. Dass er meine (leider) umgekippten Fäuste bemängelt hat war absolut nachvollziehbar und daran arbeite ich bereits, jedoch passen wir die Handführung an das Pferd an.
Junge Pferde reiten wir beispielsweise mit teils sehr breiter Zügelführung.

Diese drei Unterschiede gab es, bei Dreamer hat man im Trab leider sehr starkt gemerkt, dass er so einfach nicht ordentlich gehen konnte. Er hat den Rücken weggedrückt, dadurch kam natürlich der Kopf hoch, und er ging sehr flach.
Das sind jedoch Aspekte, welche ich nicht vor Zuschauern und weiteren Reitern klären wollte. Sobald ich eine Einzelstunde habe, werde ich dem Trainer erklären, wieso ich diese Dinge anders mache und dass ich es gerne so beibehalten würde. Schließlich gibt es für alles eine nachvollziehbare Erklärung, nur weicht es eben von der Norm ab.
Abgesehen davon aber war ich begeistert, er hat super Unterricht gemacht und auch meine Pferde haben sich sehr wohl gefühlt!
Die Gruppen bestanden aus meist 3 Reitern, also eine überschaubare Anzahl, und es wurde sehr strukturiert aufgebaut, mit vielen Gymnastikelementen und Konzentrationsaufgaben.
Aus diesem Lehrgang konnte ich wirklich viel mitnehmen, vorallem an Übungen. Vom Training könnt ihr in diesem Video mehr sehen!