So geht es mit Dreamer weiter

21

Juli 2017

Vorgestern war unser Tierarzt zu Besuch und hat sich Dreamer erneut angesehen. Vor fast zwei Wochen war er das letzte Mal bei uns und hat gesagt, wir sollen anfangen, ihn langsam wieder zu reiten und auch zu gymnastizieren. Nachdem ich die ersten zwei Tage ganz locker geritten bin, ihn sein Tempo bestimmen habe lassen und hauptsächlich am langen Zügel im Schritt und Trab geritten bin, damit er sich etwas einläuft, haben wir dann mit Seitengängen begonnen.
Im Schritt sind wir sehr aktiv Schulterherein, Renvers und Travers geritten, auch Kurzkehrt und Traversalen. Natürlich alles nur so weit wie es für ihn ging, und nicht von heute auf morgen!
Schließlich habe ich auch im Trab angefangen, ihn etwas mehr in Anlehnung zu reiten und ebenfalls Schulterherein und Renvers anzufangen, was auch ganz gut funktioniert hat.
Erst vor wenigen Tagen habe ich das erste Mal Galopp dazu genommen und bin auf jeder Hand etwa drei Runden am langen Zügel galoppiert – es kam mir vor, als hätten wir das ein Jahr nicht mehr gemacht und ich war so glücklich!
Ebenfalls einmal haben wir beim Longieren mit Stangen und zwei Cavaletti gearbeitet, und uns langsam dort herangetastet.

Der Tierarzt hat ihn sich gestern in der Bewegung angesehen, und zumindest im Vergleich zum Unfall schon eine Verbesserung gesehen. Die Hinterbeine hüpfen nicht mehr nur komplett nach hinten weg, ohne nach vorne zu kommen, sondern treten langsam weiter nach vorne mit. Eine starke Taktunreinheit hat er nach wie vor und auch im Rücken geht er sehr klamm und schwingt nicht mit, obwohl die Zugabe von Magnesium die Muskulatur lockert und sein Rücken nicht mehr so extrem schmerzempfindlich ist.

Wir sollen also weiter so arbeiten, da die Gymnastik seinen Zustand verbessert. Mitte des nächsten Monats wird er ihn sich erneut ansehen und dann entscheiden wir, wie es mit den Turnieren weitergeht und ob wir vielleicht dann bald schon wieder ein kleines E Springen reiten dürfen.
In der Klasse A** zu starten, in welcher wir diese Saison eigentlich Sicherheit erlangen wollten, kann ich nun aber für mich selbst streichen. Denn ohne ordentliches Training und mit so einer langen Unterbrechung würden wir uns damit beide nur quälen und unnötig verunsichern. Dass wir noch ein paar E Springen reiten werden, ist relativ sicher. Wann und wie viele, kann ich aber noch nicht sagen. Dreamers Wohl steht im Vordergrund, und wenn unser Tierarzt gesagt hätte, wir sollen dieses Jahr gar nicht mehr springen, wäre ich nicht mehr gesprungen. Mit ihm haben wir viel Glück, da er immer ehrlich ist und mir nicht sagt, was ich hören möchte, sondern was man nun Mal sagen muss um dem Pferd zu helfen. Unsere Turniersaison ist also nicht beendet, doch die lange Unterbrechung hat uns zurückgeworfen und leider auch seine Muskulatur wieder stark abgebaut.
Weitergehen wird nun das Aufbautraining, mit vielen Seitengängen, Reiten in Dehnungshaltung und langsam auch wieder Stangenarbeit. Im Galopp dürfen wir auch bald schon wieder mit einigen Cavaletti arbeiten, um ihn damit zu gymnastizieren.

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