Reitpad LaBona Purista

18

Februar, 2018

Weiter geht die Reitpad Reihe nun mit dem LaBona Purista
Hierbei handelt es sich um (unbezahlte) Werbung, beide Reitpads von LaBona habe ich zum Testen zugeschickt bekommen! Trotz allem handelt es sich bei diesem Beitrag um meine persönliche und ehrliche Meinung.

Das Reitpad Purista besitzt eine Sitzfläche aus Rindleder, während die auf dem Pferderücken aufliegende Unterseite aus Wollfilz besteht. Die Pauschen und Sitzfläche sind mit zwei Centimeter dickem Latex gepolstert, um das Pad dünn zu halten, aber dennoch eine gute Druckverteilung und Entlastung zu gewährleisten.
Sehr positiv finde ich tatsächlich den Aspekt, dass dieses Pad extrem dünn ist. Es hat eine relativ flache Form, passt sich dem Pferd aber gut an und lag somit auf jedem meiner Pferde, egal wie viel oder wenig Widerrist vorhanden ist, sehr gut. Die anatomische Form des Pads ermöglicht also eine gute Anpassung auf jedes Pferd, was es natürlich mit mehreren sehr verschiedenen Pferden einfach macht.
Am besten gefallen hat es mir auf den beiden Pferden ohne viel Widerrist, wobei das noch andere Gründe hat, die ich im nächsten Beitrag erklären werde.
Durch die geringe Dicke des Reitpads sitzt man sehr nah am Pferd und hat ein echtes „ohne Sattel“ Gefühl, nur mit mehr Halt! Meine Hilfen kamen sehr gut bei den Pferden an und durch die angenehmen Pauschen wurden meine Beine nicht vom Pferd weg gedrückt. Da das Pad auch generell sehr gleichmäßig gepolstert ist, blieb mein Sitz unverändert und wurde nicht negativ beeinflusst.

 

Die Gurtung läuft auch bei diesem Reitpad nicht über den Rücken, was mir – wie ihr im letzten Beitrag schon entnehmen konntet – sehr wichtig ist. Punktueller Druck auf dem Pferderücken muss unbedingt verhindert werden!

Im Gegenzug zum Barefoot Pad, welches eher für schwächer bemuskelte Pferde geeignet ist, macht es natürlich Sinn, ein dünneres Pad wie das LaBona Purista auf besser bemuskelten Pferden zu verwenden. Hier muss man immer unterscheiden, was man mit welchem Pad erreichen möchte und natürlich, was für ein Pferd man selbst hat.
Ich hatte mit dem Pad auf Bulgari, welcher zu der Zeit weniger bemuskelt war, ein sehr gutes Gefühl und auf ihm reite ich damit fast am liebsten. Es fühlt sich so leicht an, polstert, nimmt aber nicht den Kontakt zum Pferd. Während Bulgari seinen Sattel seit einer Weile gar nicht mehr mag, läuft er mit diesem Pad sehr locker, schwingt schön durch den Rücken und läuft in der tiefen Dehnungshaltung. Es ist ein freies Gefühl, und auf diesem Reitpad fühle ich mich fast freier als ohne Sattel, denn ich kann losgelassener sitzen. Mit dem Pad muss ich mich gar nicht mehr auf meinen Sitz konzentrieren, und da wir uns nicht mit den Beinen festhalten erleichtert es natürlich, nicht mehr so auf dem blanken Pferderücken herum zu rutschen.

Auf Amadeus habe ich das Pad häufig zum Ausreiten genutzt und dabei oft ein Lammfell darunter gelegt. So war das dünne Pad bestens geeignet für einen längeren Ausritt, ohne mit der Zeit dann eine zu große Belastung für das Pferd zu sein.
Auch mit dickem Lammfell hatte ich erstaunlicherweise ein starkes „ohne Sattel Gefühl“, nur mit etwas weniger Kontakt zum Pferd. Natürlich habe ich auch ohne Lammfell getestet und hatte auf Amadeus (den ich normalerweise nur noch ohne Sattel reite) ein sehr angenehmes Gefühl. Wir sind ein eingespieltes Team und mit dickeren Pads oder gar einem Sattel komme ich auf ihm kaum mehr klar, so wie er damit nicht gut klar kommt.
Zwar bevorzuge ich bei ihm immer noch, ganz ohne Sattel zu reiten, bei längeren Ausritten aber werde ich das Pad weiterhin auch auf ihm gerne verwenden.

Kommen wir nun zu Dreamer, welcher körperlich betrachtet die größten Probleme hat. Seine vielen Vorbelastungen haben starke Blockaden hinterlassen und seinen Rücken und Hüftbereich sensibel und empfindlich gemacht.
Auch auf ihm habe ich das Reitpad getestet, aufgrund seiner bestehenden Probleme fand ich es für ihn jedoch weniger geeignet, um damit normale Dressureinheiten zu reiten. Das Pad polstert meinem Gefühl nach gut, für Dreamer im Rückenbereich jedoch etwas zu wenig. Er lief damit ebenfalls sehr locker und zufrieden, auch über einige Stangen bin ich damit getrabt. Für mein Gefühl brauche ich auf ihm aber ein dickeres Reitpad, worüber ihr mehr in meinem neuen Beitrag erfahren werdet. Denn natürlich haben wir auch für Dreamer das perfekte Pad gefunden!

Schlussendlich kann ich also sagen, dass ich mit diesem Pad sehr zufrieden bin. Es war unter der Auswahl beider Reitpads nicht direkt meine erste Wahl und erst nach ein paar Tagen habe ich mich dazu entschieden, dieses Pad ebenfalls zu nehmen (ein Pad durfte ich aufgrund der Kooperation behalten, das Zweite habe ich zu einem besseren  Preis bekommen).  Besonders auf Bulgari habe ich eine große Begeisterung empfunden und mich mit der Zeit immer mehr in dieses Pad verliebt.
Besser geeignet halte ich es für Pferde mit einer stabilen Rückenmuskulatur. Das Reitgefühl ist super angenehm und Bulgari beispielsweise mag dieses Reitpad viel mehr, als seinen Sattel. Ordentlich Dressur reiten ist damit also gut möglich, was für mich natürlich sehr wichtig ist.

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1 Kommentar

  1. Steffi

    Hallo Teresa, toller Beitrag. Hast du auch einen Vergleich zum Labona Dressage? Bin gerade selber vor der Entscheidung welches ich nehme und tendiere wegen der Wirbelsäulenfreiheit eher zum Dressage.

    Antworten

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