Derzeit sind wir wieder fleißig am Pferde suchen und haben uns ein paar angesehen.
Pferdekauf ist immer spannend, anstrengend und gleichzeitig meist auch lustig! Mittlerweile haben wir schon einige Erfahrungen sammeln können, sowohl Dreamer als auch Bulgari habe ich gekauft und musste dabei jeweils die große Entscheidung treffen, ob es zu einem Kauf kommt oder nicht.
Ein Lebewesen zu sich zu holen ist nicht einfach. Jedes Mal habe ich mir unglaublich viele Gedanken gemacht (ich und meine Gedanken, wie ihr wisst eine eher negative Eigenschaft!), ob ich das schaffen würde, ob ich genug Zeit hätte, ob ich junge Pferde ausbilden könnte.
Im Grunde genommen sollte man immer auf sein Bauchgefühl hören, obwohl wir das viel zu selten tun und uns immer mehr beeinflussen lassen von anderen Stimmen.
Hätte mir damals jemand geraten, Dreamer zu kaufen? Nein, wohl kaum. Was dabei raus kam, sieht man und ich bin sehr stolz auf uns beide. Wir hatten unglaubliches Glück, uns zu gefunden zu haben!

Nicht jeder kann von sich behaupten, bereits mit 17 Jahren eigenständig ein Pferd gekauft zu haben, komplett vom eigenen Geld. Gerade vor meinem ersten komplett eigenem Pferd, Dreamer, lag mir diese Entscheidung unglaublich schwer im Magen. Ohne Trainer oder einen fachkundigen Menschen musste ich alleine über den Kauf entscheiden.
Am Ende ist jedoch alles gut gegangen, denn ich habe nicht überstürzt gehandelt und das erstbeste Pferd genommen, welches ich angesehen habe. Diese Vernunft ist meiner Meinung nach auch sehr wichtig, wenn jüngere Menschen sich Pferde kaufen.

Derzeit sind wir (leider) nicht für mich auf der Suche nach einem Pferd. Diese Frage kommt immer wieder Mal, und um es vorweg zu nehmen: Ja, natürlich hätte ich gerne noch ein Pferd! Darüber kommt aber morgen ein Beitrag.
Dieses Mal helfe ich einer Reitschülerin bei der Suche nach einem geeigneten Springpferd, mit dem sie nicht nur im Freizeitbereich und der Freiarbeit Spaß haben kann, sondern welches genug Potenzial besitzt, um ihr auch auf Turnieren einige Erfolge bringen zu können.
Wenn wir nach Pferden suchen, gestaltet sich das generell als sehr schwierig, da wir klassisch reiten und viele andere Ansichten haben. Meist ist es ein Kampf, die Pferde zu reiten.
Entweder sind sie abgestumpft im Maul oder am Schenkel, schlimmstenfalls beides.
Häufig müssen wir mit den Sporen im Bauch klemmen, am Zügel zerren oder riegeln, um das Pferd so reiten zu können, dass man es wirklich austesten kann.
Viele könnten sich nun beschweren, Fakt ist aber, dass man gewöhnlich kein Pferd von einem Tag auf den anderen komplett umstellen und anders reiten kann. In seltenen Fällen mag das klappen, aber beim Probereiten macht es meiner Erfahrung nach am meisten Sinn, das Pferd wie gewohnt zu reiten.
Das bedeutet nicht, dass man es nicht auch anders versuchen kann, aber erwartet man zu viel, führt das zu Frustration und verunsichert nicht nur das Pferd, sondern auch den Reiter.
Ich selbst bin mittlerweile schon so viele Pferde probegeritten, dass ich sagen kann, es macht so am meisten Sinn. Nur durch gewohntes Reiten kann man wirklich auch das Potenzial des Pferdes austesten, ohne dass es in Chaos ausartet.

Wir haben uns vor kurzem bereits in München ein 6 Jähriges Pferd angesehen, welches perfekt gepasst hätte, uns leider jedoch vor der Nase weggeschnappt wurde.
Nun waren wir erneut beim Probereiten, ein 4 und 5 Jähriges Pferd (Stute und Wallach). Während die Stute mir am Sprung selbst unglaublich gut gefallen hat, kommt sie für unsere Reitschülerin weniger in Frage. Reiten hat schließlich immer mit Gefühl zu tun und die Chemie muss einfach passen – zumindest meiner Meinung nach.
Der Wallach ähnelte Bulgari sehr, sprang sehr bemüht, aber nicht zog nicht an, wie die Stute. Beide Pferde sehr brav und mit viel Potenzial ausgestattet.

Wie es nun weitergehen wird, liegt nicht in meiner Hand und wissen wir alle wohl noch nicht so genau. Mal sehen, ob wir vielleicht bald gute Neuigkeiten haben!