Reitpads

 

27

 

Januar 2018

 

Reiten ohne Sattel ist eine große Diskussion, denn worüber sich die meisten einig sind, ist, dass es gelegentlich nicht schädlich ist. Wie sieht es nun aber aus, wenn man häufiger oder sogar fast ausschließlich ohne Sattel reitet – und entlastet ein Reitpad den Pferderücken?
Ich möchte aus meiner persönlichen Erfahrung und Sichtweise darüber schreiben. Im Test hatte ich vier verschiedene Reitpads, die ich euch in den nächsten Tagen vorstellen werde und schließlich auch ein Fazit dazu geben werde.

Früher hatte ich nie ein Reitpad, sondern bin stets ohne Sattel geritten. Bis vor kurzem, als ich es bei anderen sah und ebenfalls austesten wollte.
Schließlich kam ich zu meinem ersten Pad, welches zum Glück direkt super für uns passte.
Ich finde Reitpads verhelfen zu einem deutlich besseren Halt, was manchmal ganz gut ist. Zwar finde ich, sollte man auch ohne solche Hilfsmittel sitzen bleiben können, jedoch kann man sich bei einem sicheren Halt ganz entspannt auf seinen lockeren Sitz konzentrieren und hat vielleicht nicht mehr das Gefühl, sich mit den Beinen festhalten zu müssen. Wer etwas unsicherer in höheren Gangarten ist oder sich das ohne Sattel noch nicht traut, dem kann so ein Pad eine große Hilfe sein!

Weiterhin geht es natürlich auch die Polsterung – sowohl für Pferd als auch den Reiter. Bei Pferden mit hohem Widerrist kann es ohne Sattel schnell mal unangenehm werden, besonders wenn man vom Galopp in den Trab durchpariert und das noch nicht ganz so versammelt funktioniert…
Doch für mich das Wichtigste ist die Druckentlastung des Pferderückens. Ich sehe häufiges ohne Sattel reiten unter bestimmten Bedingungen nicht als schädlich an, das kann ich auch von meiner Erfahrung mit Amadeus bestätigen, den ich jahrelang ohne Sattel geritten bin, da es unmöglich war, einen gut passenden zu finden.
Die Bedingungen hierfür sind jedoch ein guter, unabhängiger und geschmeidiger Sitz in allen Gangarten, sowie ein gesundes und gut bemuskeltes Pferd. Die gute Rückenmuskulatur ist hierfür unablässlich, zumindest wenn man wirklich von richtigem Reiten ohne Sattel, also länger / dressurmäßig, spricht. Unter diesen Voraussetzungen denke ich nicht, dass ein gut sitzender Reiter viel schlimmer als ein Sattel ist, denn auch dabei gibt es einige Nachteile.
Ein Reitpad hingegen vereint das Gefühl ohne Sattel zu reiten und die gute Verbindung zum Pferd mit einer besseren Polsterung – also ideal für Pferd und Reiter! Bei Bulgari kann ich nur bestätigen, dass er die Arbeit mit Pad liebt. Während er seinen Sattel zurzeit gar nicht mag, damit klemmig geht, als könnte er sich kaum bewegen (und ja, der Sattel wird regelmäßig überprüft und passt ihm ideal!), läuft er mit Pad locker, frei und ungezwungen. Das bedeutet also, wir müssen in erster Linie immer auf unser Pferd hören, nicht nur darauf, was vielleicht generell gut oder weniger gut sein soll.

Ich selbst konnte leider keine Drucktests machen, habe aber  bei einigen Pads dennoch eine verminderte Belastung der Wirbelsäule oder teils eine leichte Wirbelsäulenfreiheit erkennen können – auf wissenschaftlichen Forschungen beruht diese Aussage jedoch nicht, nur auf meinen Beobachtungen.
Jedoch kommt das stark auf das Reitpad selbst an – ich durfte verschiedenste testen und konnte so viele Eindrücke sammeln. Es gibt Pads, die sehr gut polstern und den Druck wegnehmen, für Pferde welche beispielsweise einen problematischen / weniger bemuskelten Rücken haben, jedoch dafür das Sitzgefühl und der Sitz des Reiters darunter gelitten hat. Auch gab es ein sehr dünnes, kaum polsterndes Pad, womit man etwas weniger Halt als bei den anderen hat, jedoch ein ganz tolles Reitgefühl hat. Und es gab Mischungen der verschiedenen Formen. Man muss hier tatsächlich genauer hinsehen was für die eigenen Bedürfnisse, den Körperbau des Pferdes und die Arbeitsweise angemessen ist.

Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Reitpads nur dann gut sein können, wenn sie KEINE Steigbügelbefestigung haben! Sobald man Steigbügel am Pad befestigen kann, gibt es einen Druckpunkt am Rücken des Pferdes, welcher schlimme Folgen haben kann. Auch die Gurtung sollte speziell verlaufen und eben nicht über einen Riemen, welcher dann am Rücken drückt. Das solltet ihr also immer beachten, wenn ihr euch nach einem Pad umseht.

In meinen nächsten Beiträgen werde ich euch meine Reitpads vorstellen, so dass ihr hoffentlich für euer Pferd schon mal eine Idee bekommt, was passend sein könnte!

 

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1 Kommentar

  1. Elisa

    Hallo,
    Ich freue mich sehr auf die Reihe mit den Reitpads. Doch darum schreibe ich eigentlich nicht sondern ich kann dein Instagramprofil ( öffentlich ) nicht mehr finden. Hast’s ihn gelöscht ? Was ich schade fände denn ich hab dich gerne verfolgt.
    Liebe Grüße

    Antworten

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