Vor knapp zwei Jahren war ich bei meinem Trainer in Österreich zu Besuch und hatte Dreamer mit dabei. Die Zeit dort war aus verschiedenen Gründen sehr stressig für ihn, das hat man gemerkt. Durch die Müdigkeit kam es dann einige Male dazu, dass er beim Dösen fast umgekippt wäre, sich dann aber im letzten Moment wieder fangen konnte – mehrmals hintereinander.
Auch hatte er verdächtige kleine Wunden an den Beinen. Mein Trainer jedoch meinte, dass so etwas in stressigen Zeiten vorkommen kann, wenn die Pferde zu wenig Schlaf bekommen und dass ich es nur vorsorglich mal beobachten soll, wenn wir wieder zuhause sind.
In der nächsten Zeit war dann jedoch nichts auffälliges, bis auf immer wieder kleine Wunden an den Beinen.

Nun wurde das Thema leider wieder aktuell. Schon im letzten Jahr hatte er an den Hinterbeinen ständig wunde Stellen, allerdings dachte ich, er hätte sich nur aufgeschubbert.
Dazu kamen dann an den Vorderfüßen kleine Wunden, nichts schlimmes, aber sie waren immer da. Nachdem an diesen Stellen nun sogar richtig dicke Rufern sind, habe ich noch einmal den Tierarzt geholt. Wunden an bestimmten Stellen der Beine können durch das hinfallen entstehen und deuten auf diese Krankheit hin.
Nach meiner Erzählung, wie es damals in Österreich war, stand es für ihn fest.
Dreamer lebt bei uns in einem Offenstall, zwar ohne Herde, doch das nimmt ihm eher einige Stressfaktoren. Er liegt sehr oft im Stall, das heißt, er bekommt rein so gesehen genug Ruhe.
Die Turniere bedeuten natürlich auch immer etwas Streß, jedoch fühlt er sich da meist relativ wohl und ist danach auch noch sehr fit.

Was das für uns nun bedeutet, weiß ich noch nicht. Wir werden versuchen, es erst einmal mit Homöopathie zu behandeln und natürlich werde ich mit meinem Tierarzt da nochmal genauer drüber reden, heute war die Zeit nur begrenzt.
Meine Frage ist nun aber, wie es mit den Turnieren weitergehen wird. Nicht falsch verstehen, denn die Turniere sind mir bei weitem nicht wichtiger, als meine Pferde!
Aber ich kann auch nicht verschweigen, dass sie ein riesiger Teil meines Lebens geworden sind und ich daher ehrlich gesagt Angst habe, dass es Konequenzen diesbezüglich hat. Schließlich soll man bei solchen Problemen sämtliche Streßquellen ausschalten…
Ich hoffe das beste für uns und versuche nun einfach, mir nicht zu viele Gedanken zu machen.
Tatsache ist aber, dass es mir unglaublich schwer im Magen liegt…

 

Fur die kernigen, denen es nun noch unklar ist: Mit meinem Text wollte ich aussäen, dass die Krankheit diagnostiziert wurde.