Lange Zeit hat es gedauert, mich viele Nerven und noch mehr Geduld gekostet.
Immer wieder habe ich mich gefragt, ob ich überhaupt auf dem richtigen Weg bin oder irgendeinen gravierenden Fehler mache, den ich einfach nicht bemerkte?
Nachdem Dreamer keine leichte Vergangenheit hatte, geprägt von engen Reiten, zwei schlimmen Stürzen und einem Zusammenstoß mit einem anderen Pferd, hatte unsere Anlehnung nie wirklich funktioniert.
Immer wieder hat er sich ein wenig herausgehoben, lief nur für ein paar Tritte konstant in Anlehnung, bevor er sich wieder fester machte.
Doch in der ganzen Zeit, die ich ihn nun schon habe, war ich stets geduldig mit ihm. Nun endlich sind wir an einem Punkt angelangt, an dem sich eine gewisse Selbstverständlichkeit und Sicherheit einstellt und alles konstanter wird – auch die Anlehnung. Es hat wahnsinnig lange gedauert und häufig gab es Kritik, dass er das schon „können“ müsste.
Doch Anlehnung ist keine Lektion oder Ausbildungsniveau – Anlehnung ist ein Resultat aus korrekter Arbeit, und reell geritten funktioniert das nicht vom einen Tag auf den anderen. Zumindest nicht bei einem Pferd mit einer Vorgeschichte, wie Dreamer sie leider hat.

Dreamer hatte über einen Monat Pause und es hat uns beiden gut getan. Nun freue ich mich schon sehr auf dieses Jahr und bin gespannt, wohin wir innerhalb der nächsten Monate kommen werden!