Keith – Hufkrebs und Tumore
05
August, 2019
Vor etwa vier Monaten haben sich bei Keith innerhalb kürzester Zeit einige Knubbel am ganzen Körper gebildet. Daraufhin haben wir den Tierarzt geholt – dieser hat neben den vielen Tumoren bei Keith auch noch Hufkrebs festgestellt. Eine erschütternde Diagnose, welche mich besonders an diesem Tag ziemlich getroffen hat, denn davon wussten wir bis dahin nichts. Der Hufkrebs muss sich innerhalb kürzerster Zeit gebildet haben.
Was wir nicht sagen konnten: ob die Tumore gut- oder bösartig waren. Eins stand aber fest, irgendetwas in Keith‘ System muss komplett ausser Kontrolle sein, da alles auf einmal und sehr schnell kam. Aus diesem Grund war uns ein Herausschneiden eines Tumors zu riskant, so dass wir eine Therapie mit Medikamenten und Homoöpathie begonnen haben, ausserdem wurde eine Darmsanierung durchgeführt. In dieser Zeit sind einige Tumore gewachsen, andere gleich geblieben. Zum Teil sind neue gekommen, weg gegangen aber keine. Der Hufkrebs wurde intensiv behandelt in den letzten Monaten und langsam sieht es wirklich gut aus – anfangs jeden, später jeden zweiten Tag wurde der Hufverband ab gemacht, der Hufkrebs ausgeschnitten soweit es ging, Pasten und Pulver darauf geschmiert und schließlich kam wieder der Hufverband drüber. Manchmal musste Keith sediert werden, doch nun wirkt es aktuell als hätten wir es bald geschafft – sein Huf sieht mittlerweile sehr gut aus.   Und die Tumore? Nach einigen Wochen stellten sich großartige Veränderungen ein, so dass der Eindruck entstand, es könnten vielleicht gutartige Tumore sein. Aus diesem Grund – da das ganze System nun stabiler war  und um zu wissen womit man es zu tun hat – haben wir uns dazu entschlossen, einen Tumor an einer geeigneten Stelle zu entfernen um diesen einschicken zu können. Wieder war ich während des Vorgangs dabei und habe schon ziemlich mit mir gekämpft – ich kann so etwas einfach nicht sehen und hatte gegen Ende dann einen kleinen Kreislaufzusammenbruch. Keith hat alles gut überstanden, die Wunde habe ich sorgfältig sauber gehalten und vor Fliegen geschützt.   Nach einiger Zeit kam nun das Ergebnis: bösartig. Erstmal doch eine Überraschung für uns, da wir gehofft hatten, es könnten aufgrund der Entwicklung gutartige Tumore sein. Dem ist aber nicht so, leider. Mal wieder eine niederschmetternde Nachricht, die wir so nicht gebraucht hätten. Für mich persönlich ist es jedoch gut, das zu wissen – denn mit dieser Art von Tumoren kann es irgendwann schnell „zu Ende“ gehen. Man weiß nicht wann, es kann noch ein , zwei oder mehrere Jahre lang gut gehen, oder aber eben auch nicht. Doch die Zeit die er noch hat muss man genießen und schätzen. Keith hat auf jeden Fall keine Schmerzen – sein Hufkrebs ist auf einem wirklich guten Weg und er bekommt die bestmögliche Unterstützung. Wir werden mit ihm nun wieder regelmäßig vom Boden aus ins Gelände gehen, gemeinsam mit Amadeus – damit er für den Kopf etwas zu tun hat. Seit nun schon etwa 18 Jahren ist Keith in unserem Besitz – eine wahnsinnig lange Zeit, in der wir alle so viel erlebt haben. Und ich hoffe auf noch viele weitere gemeinsame Jahre, welche er mit uns verbringt.  
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1 Kommentar

  1. Elma Esrig

    Hallo liebe Teresa.

    Danke für den (wqenn auch traurigen) Beitrag.

    Es hört sich gruselig an. Leider macht diese schlimme Krankheit Krebs auch nicht an Tieren vorbei. In der Tiermedizin (noch) nicht so weit verbreitet, aber eine Übelegung wert ist Canabidiol (Canabis Öl). Ist stark entzündungshemmend. Und im Zweifelsfalle auch mit THC möglich, wenn Schmerzen zu stark werden. Habe ich mal über Menschen und auch Hunde schon einiges gelesen. Ob es bei Pferden Sinn macht, weiss ich nicht. Ist halt rein pflanzlich.

    Liebe Grüße, Elma

    Antworten

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